Psychologie Psychotherapie

Gegenüber der Psychologie und Psychotherapie bestehen immer noch viele Vorurteile und Unwissenheit. Das hat eine Vielzahl von Gründen. Die medizinischen Berufe des Neurologen, des Psychiaters, des Psychologen und des Psychotherapeuten kann der Laie kaum unterscheiden.
Nur eine Wissens- und Informationslücke?

Vieles was mit der „Psyche“ zu tun hat, wird häufig in dem Kontext „verrückt“ eingeordnet, ohne genau bestimmen zu können, was damit gemeint ist. So ist der alltägliche Sprachgebrauch, durchwachsen aus alten Zeiten. Unverstandenes nannten die Menschen „dämonisches und teuflisches“ was ausgetrieben werden musste; später wurden ähnliche Phänomene „Geisteskrankheiten“ genannt, die eingesperrt gehörten. In der Folgezeit sind die Therapiemöglichkeiten verschiedenster Störungen enorm gewachsen. Psychische Störungen können wir heute erklären, verstehen und grösstenteils adäquat behandeln. Aufgrund einer breiten Unwissenheit und überholten Vorurteilen begeben sich psychisch erkrankte Menschen vielleicht sogar zu spät in psychotherapeutischer Behandlung, so dass sich die Erkrankung chronifiziert.

Der Psychiater hat nach seinem Medizinstudium eine weitere Facharztausbildung absolviert und behandelt körperlich-geistig Erkrankungen, die genetisch bedingt sein können, die durch extreme Belastungen oder durch Gehirnschädigungen verschiedener Ursachen ausgelöst wurden. Die Diagnostik und medikamentöse Behandlung vielfältiger geistiger und psychischer Störungen starker Beeinträchtigungen sind seine Schwerpunkte.

Der Neurologe hat nach seiner Medizinausbildung diese Facharztrichtung erwählt, er befasst sich mit den Milliarden Nerven des menschlichen Körpers. Ausfallerscheinungen von Nerven, die z.B. auch die Muskeln steuern, werden diagnostiziert und behandelt. Es gibt viele Ärzte, die sowohl die psychiatrische als auch neurologische Facharztausbildung absolviert haben, einige haben zusätzlich auch eine Ausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren.

Seit einiger Zeit gibt es auch die Facharztrichtung Psychosomatische Medizin, diese Ärzte sind oftmals Allgemeinmediziner, die sich dann auf das komplexe psychosomatische Erkrankungen und deren Behandlungen durch Weiterbildungen in psychotherapeutische Verfahren spezialisiert haben.

Psychologen haben ein Diplompsychologiestudium absolviert. Im Hauptstudium wird die weitere Richtung festgelegt, diejenigen die im Gesundheitswesen tätig sind, haben den Schwerpunkt Klinische Psychologie gewählt. In weiteren Fortblidungen ähnlich eines Assistenzarztes werden die Diplom-Psycholgen zu Psychotherapeuten ausgebildet, sie werden dann Psychologische Psychotherapeuten genannt.

Psychotherapeuten sind also ausgebildete Ärzte oder Psychologen in einem anerkannten wissenschaftlichen Therapieverfahren, und nur diese werden von den Krankenkassen akzeptiert.