Ausbildung zum Psychotherapeuten

Zunächst unterscheiden wir ärztliche Psychotherapeuten, psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten. Die ärztlichen Psychotherapeuten haben ein Medizinstudium absolviert und anschließend eine spezielle psychotherapeutische Fachausbildung abgeschlossen. Die psychologischen Psychotherapeuten haben nach dem Diplom-Psychologie-Studium ebenfalls eine mehrjährige psychotherapeutische Fachausbildung absolviert. Kinder- und Jugendpsychotherapeuten haben eine psychotherapeutische Fachausbildung nach ihrem Medizin-, Psychologie- oder Pädagogikstudium abgeschlossen. Nur nach weiterer Praxis- und Klinikerfahrung können diese die Approbation beim Landesamt für Heilkunde und die Zulassung und Ermächtigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragen. Nach Prüfung der erforderlichen Fachkundevoraussetzungen erfolgt der Eintrag ins Arztregister bzw. ins Psychotherapeutenregister, und nur diese Psychotherapeuten sind ermächtigt Psychotherapie durchzuführen und über die Krankenkassen abzurechnen. Diese Psychotherapeuten sind jeweils für bestimmte Behandlungsverfahren zugelassen, wodurch die Qualität der psychotherapeutischen Versorgung gewährleistet werden soll. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, darf sich auch nicht mehr Psychotherapeut nennen.

 Ärztlicher
Psychotherapeut/in
 Psychologischer Psychotherapeut/in  Kinder-und Jugend-
Psychotherapeut/in
 I.     Medizinstudium ca. 12 Semester  Diplom-Psychologie-Studium
ca. 12 Semester
 Studium der Medizin, der
Psychologie od. Pädagogik
 II.   Psychotherapieausbildung an Institutionen und Kliniken in Theorie und Praxis für Erwachsene oder Kinder- und Jugendliche, nach den Psychotherapie-Richtlinien, in den Behandlungsformen der Psychoanalyse oder der Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, oder der Verhaltenstherapie. Dauer zwischen 4-8 Jahre.

 III.   a.  Fachkundenachweise werden vom Landesamt für Heilberufe geprüft, der Psychotherapeut erhält die Approbationsurkunde

b. Nach weiterer Prüfung von Fachkundenachweisen durch die Kassenärztliche Vereinigung erhält der Psychotherapeut die Zulassung und Ermächtigung

c.  Danach erhält der Psychotherapeut die Abrechnungsgenehmigung für die jeweilige Behandlungsform: Psychoanalyse, tiefenpsychologisch. fundierte Psychotherapie, oder Verhaltenstherapie für die Altersgruppen: Erwachsene oder Kinder und Jugendliche

 VI.  Gewährleistung der Kostenübernahme durch die Krankenkassen
 V.    Weitere regelmäßige Fortbildungen sind verpflichtend (Überprüfung erfolgt durch die Psychotherapeuten- oder Ärztekammern)
 VI.  Regelmäßige Super- und Intervisonen sowie Teilnahme an Qualitästzirkeln